In den 1970er Jahren wurde die kommunale Landschaft in Hessen durch zahlreiche Eingemeindungen und Zusammenschlüsse von Gemeinden und Landkreisen grundlegend neu geordnet. Das aktuelle Heft von "Rad und Sparren" steht ganz im Zeichen der oft emotional und kontrovers umstrittenen Gebietsreform, die vor 50 Jahren die bis heute gültigen Verwaltungsstrukturen geschaffen hat. Die Mehrzahl der Aufsätze gehen zurück auf die Vorträge, die 2022 beim "Geschichtstag für Taunus und Main" in Bad Homburg v. d. Höhe gehalten wurden.
Neben diesem Schwerpunktthema beleuchten zwei weitere Beiträge spannende historische Themen unserer Region.
- Peter Maresch: Die Gründung des Hochtaunuskreises. Ein Ergebnis der Gebietsreform in Hessen
- Frank Ausbüttel: Die Entwicklung der Schulen im Hochtaunuskreis (1972-2022). Zur Problematik des Verhältnisses zwischen Land und Schulträger
- Noah Nätscher: Stadtplanung zwischen Vision und Realität. Eschborn und Niederhöchstadt in den 1970er Jahren - Auswirkungen der Gebietsreform auf kommunaler Ebene
- Gregor Maier: Wem gehört der Feldberg? Wie heißt Friedrichsdorf? Namens- und Identitätsfragen in der Gebietsreform
- Gerd S. Bethke: Die Eppsteiner, die Fleminge und das Erbe des Dechanten
- Konrad Schneider: Aufzeichnungen eines Sodener Feldgerichtsschöffen aus den Jahren 1815 bis 1819. Die freiwillige Gerichtsbarkeit in der Region und eine frühe Quelle dazu
Rad und Sparren 53 (2024): Die Gebietsreform der 1970er Jahre, 64 S., zahlreiche Abb., ISSN 0342-2860. Erhältlich für 8,- EUR direkt hier oder im Buchhandel.